Über Psychotherapie…
Ist Psychotherapie etwas für mich?
Psychotherapie kann grundsätzlich von jeder Person in Anspruch genommen werden – sei es zur Bewältigung psychischer Beschwerden oder einfach, um sich selbst besser kennenzulernen. Die personzentrierte Psychotherapie ist eine wissenschaftlich anerkannte Methode, die dabei hilft, seelisches Leid zu lindern und persönliche Entwicklung zu fördern.
Viele Menschen spielen mit dem Gedanken, psychotherapeutische Unterstützung in Anspruch zu nehmen, wissen aber oft nicht, ob ihre Herausforderungen und Gefühle „ausreichend“ sind. Wenn einer oder mehrere der folgenden Punkte für Sie zutreffen, kann eine Psychotherapie Sie darin unterstützen, neue Perspektiven zu gewinnen und Wege aus Ihrer aktuellen Situation zu finden:
– Emotionale Erschöpfung und Überforderung
Sie fühlen sich dauerhaft erschöpft, überfordert, lustlos und finden kaum noch Kraft für den Alltag. Ihre Lebensfreude scheint zu verblassen, und das Gefühl von Leere und Deprimiertheit dominiert oder Ihre Sorgen drehen sich im Kreis.
– Stress
Sie fühlen sich gestresst und finden unter vielen Verpflichtungen kaum mehr Entspannung.
– Unklare körperliche Beschwerden
Sie haben Schmerzen oder andere körperliche Symptome (zB. Kopfschmerzen, Übelkeit, Magenbeschwerden, Verspannungen, Nackenschmerzen, Rückenschmerzen etc.), trotz medizinischer Behandlung bzw. können keine medizinischen Befunde als Ursache gefunden werden. Möglicherweise begleitet Sie ein Gefühl von Herzrasen, Atemnot und einer intensiven Angst oder Sie erleben Panikattacken und Beklemmungen.
– Selbstwert und Selbstwirksamkeit
Sie wollen sich nicht mehr durch das Urteil anderer beeinflussen lassen.
– Zwanghafte Verhaltensmuster und Ängste
Sie verspüren einen inneren Zwang, bestimmte Handlungen immer wieder zu wiederholen, oder Sie fühlen sich vor bestimmten Menschen, Tieren oder Orten bedroht. Enge Räume oder bestimmte Plätze zu meiden, ist Teil Ihres Alltags geworden.
– Rückzug und Isolation
Der Kontakt zu anderen Menschen wird immer schwieriger. Sie ziehen sich zurück, fühlen sich isoliert und haben das Gefühl, dass niemand Sie versteht. Zwischenmenschliche Beziehungen bereichern Sie kaum noch und scheinen eher eine Belastung zu sein.
– Stimmungsschwankungen und Schlafprobleme
Ihre Stimmungen schwanken stark, ohne dass es dafür einen klaren Grund gibt. Möglicherweise haben Sie den Eindruck Ihre Gedanken, Gefühle oder Ihr Verhalten kaum mehr kontrollieren können. Sie sind angespannt, finden kaum Ruhe und leiden unter Ein- oder Durchschlafproblemen.
– Herausforderungen mit der eigenen Sexualität oder Geschlecht
Vielleicht fällt es Ihnen schwer, sich auf ihre Sexualität einzulassen.
Es fällt Ihnen schwer Ihre eigene Sexualität anzunehmen und sich damit wohlzufühlen, oder Sie wissen nicht, wie Sie über Ihre Wünsche sprechen können. Sie fühlen sich unwohl in Ihrem Körper.
– Beziehungen
Bearbeitung von Bindungsproblemen, Eifersucht, Konflikten, Paardynamiken, Kontrollzwang, sexuellen Themen und Trennungserfahrungen. Dabei gilt es, destruktive Muster zu erkennen, Vertrauen und Kommunikation zu stärken sowie gesunde und bereichernde Beziehungen zu fördern. Möglicherweise haben Sie den Eindruck Sie geraten immer wieder an die „falschen Partner*Innen“.
– Sinnkrisen und Identitätsfragen
Sie stellen sich immer öfter Fragen wie: „Wer bin ich? Was ist der Sinn meines Lebens?“ Ein Gefühl von Orientierungslosigkeit und innerer Verlorenheit begleitet Sie.
– Beruflicher und familiärer Druck
Ihr Beruf/Studium nimmt Sie stark in Anspruch, verursacht Stress oder Leistungsdruck und lässt Sie erschöpft zurück. Auch die familiäre Situation oder Belastungen durch Angehörige tragen zu emotionalen Stress bei. Ihre Mitmenschen belasten Sie oder lösen in Ihnen Minderwertigkeitsgefühle aus.
– Gefühle von Einsamkeit und Misstrauen
Sie haben das Gefühl, immer einsamer zu werden und kaum noch jemandem vertrauen zu können. Die Nähe zu anderen Menschen fällt Ihnen zunehmend schwer.
– Gefühle von Gelähmtheit und Anspannung
Sie fühlen innere Gelähmtheit und endlose Müdigkeit oder leiden an einem inneren Gefühl der Anspannung oder haben Panikattacken.
– Verlust und Trauer
Durch die Trennung oder den Verlust eines geliebten Menschen erleben Sie tiefe Trauer, die scheinbar kein Ende findet.
– Traumatische Erfahrungen oder belastende Lebenssituationen
Ein traumatisches Erlebnis (körperliche oder seelische Gewalt, Unfall, etc.) hat sie erschüttert und Sie möglicherweise nachhaltig beeinträchtigt oder Sie werden durch immer wiederkehrende Erinnerung belastet.
Aufgrund einer belastenden oder bedrohlichen Lebenssituation (wie zum Beispiel Scheidung, Arbeitsplatz[-verlust], Erkrankung etc.) leiden Sie unter depressiven Zuständen und Ängsten.
– Chronische oder lebensbedrohliche Erkrankung
Eine chronische oder schwerwiegende Erkrankung hat Ihre Lebensqualität stark verändert und stellt Sie vor neue, oftmals schwer zu bewältigende Herausforderungen.
– Selbsterfahrung
Sie möchten sich selbst besser kennen- und verstehen lernen oder haben den Wunsch sich persönlich weiterzuentwickeln.
Psychotherapie bietet einen geschützten Raum, all diese und viele andere Themen ohne Urteil und in sicherem Rahmen zu erforschen. Wenn Sie sich in diesen Punkten wiedererkennen oder sich einfach fragen, was hinter Ihren Empfindungen steckt, kann ein erstes Gespräch hilfreich sein, um Klarheit zu gewinnen und neue Wege zu finden.
Was sind die ersten Schritte, wenn ich darüber nachdenke eine Therapie zu beginnen?
1. Schreiben Sie mir eine E-Mail, SMS oder rufen Sie mich an. Wir finden gemeinsam einen Termin für ein Erstgespräch. Bei verpasstem Anruf melde ich mich zeitnah zurück.
2. Erstgespräch:
Im ersten Gespräch haben wir die Gelegenheit, uns gegenseitig kennenzulernen und Ihre aktuellen Belastungen in einem geschützten und vertrauensvollen Rahmen zu besprechen. Ein wichtiger Aspekt dabei ist, dass Sie für sich prüfen können, ob Sie sich in diesem Rahmen mit mir wohlfühlen. Zusätzlich klären wir alle relevanten Rahmenbedingungen, wie den Ablauf und die Frequenz der Therapie sowie die Kosten.
Sie müssen nicht direkt im Anschluss an das Erstgespräch entscheiden ob Sie eine Therapie beginnen möchten. Lassen Sie sich dafür Zeit und denken Sie in Ruhe darüber nach.
Das Erstgespräch ist ein integraler Bestandteil des therapeutischen Prozesses und wird mit € 80,- in Rechnung gestellt.
Wie läuft ein Erstgespräch ab?
Im ersten Gespräch haben wir die Gelegenheit, uns gegenseitig kennenzulernen und Ihre aktuellen Belastungen in einem geschützten und vertrauensvollen Rahmen zu besprechen. Ein wichtiger Aspekt dabei ist, dass Sie für sich prüfen können, ob Sie sich in diesem Rahmen mit mir wohlfühlen. Zusätzlich klären wir alle relevanten Rahmenbedingungen, wie den Ablauf und die Frequenz der Therapie sowie die Kosten.
Sie müssen nicht direkt im Anschluss an das Erstgespräch entscheiden ob Sie eine Therapie beginnen möchten. Lassen Sie sich dafür Zeit und denken Sie in Ruhe darüber nach.
Das Erstgespräch ist ein integraler Bestandteil des therapeutischen Prozesses und wird mit € 80,- in Rechnung gestellt.
Was passiert in einer Psychotherapie?
Für einen kontinuierlichen Prozess empfiehlt es sich, eine Therapieeinheit pro Woche einzuplanen. Natürlich kann die Frequenz individuell an Ihre Bedürfnisse angepasst werden.
In jeder Therapiestunde bestimmen Sie, worüber gesprochen wird. Alles, was Sie beschäftigt, ist willkommen. Ich bin da, um Sie in Ihren Gedanken und Gefühlen zu begleiten und gemeinsam mit Ihnen darüber nachzudenken. Dabei gilt für mich: Alles, was Sie fühlen oder beschäftigt, hat einen guten Grund, und wir versuchen gemeinsam zu verstehen, wo dieser liegt.
Durch dieses vertrauensvolle und ehrliche Miteinander kann eine therapeutische Beziehung entstehen, die den Raum für Wachstum, persönliche Weiterentwicklung und Heilungsprozesse schafft.
Besonders wichtig ist mir, dass Sie sich in der Therapie wohl und verstanden fühlen. Es ist vollkommen in Ordnung – und sogar sehr wichtig –, offen anzusprechen, wenn sich etwas nicht passend anfühlt. Sie entscheiden, was für Sie hilfreich ist, und Ihre Rückmeldungen sind jederzeit willkommen.
Bekomme ich in der Psychotherapie Lösungen und Aufgaben?
Der Wunsch nach Lösungsvorschlägen, Anleitungen, Übungen oder Aufgaben ist absolut verständlich. In der personzentrierten Therapie werden solche Vorgaben jedoch bewusst nicht gemacht. Stattdessen unterstütze ich Sie gerne dabei, Ihre eigenen Ideen zu entwickeln und Lösungen zu finden, die wirklich zu Ihnen passen und zu einer langfristigen Verbesserung Ihrer Lebensqualität beitragen.
Aus meiner Erfahrung heraus sind selbstentwickelte Lösungen oft nachhaltiger und besser an Ihre persönliche Situation angepasst. Sie entscheiden dabei ganz ohne Druck, ob und welche Anregungen Sie vielleicht ausprobieren möchten.
Viele Menschen erleben in der Therapie Momente, die unerwartet neue Möglichkeiten aufzeigen. Diese inneren Anstöße laden oft dazu ein, ganz natürlich etwas Neues auszuprobieren oder Veränderungen, die in ihnen entstehen, zuzulassen. Dabei entsteht oft ein Gefühl von Leichtigkeit und Positivität, ohne dass etwas absichtlich forciert werden muss.
So fühlen sich Menschen oft, wenn sie eine personzentrierte Psychotherapie beginnen:
– Ich spüre einen Zwang, bestimmte Handlungen immer wieder zu wiederholen, weil ich sonst Angst habe, dass etwas Schlimmes passiert.
– Ich fühle mich unsicher und weiß nicht genau, was ich im Leben erreichen möchte.
– Immer wieder stehe ich vor denselben Herausforderungen und finde keine Lösung.
– Ich habe das Gefühl, dass mein Wert nur an meiner Leistung gemessen wird.
– Egal, was ich tue – es scheint nie genug zu sein.
– Manchmal überkommt mich eine Traurigkeit, ohne dass ich genau sagen kann, warum.
– Mein Selbstbewusstsein schwankt stark, und in unsicheren Momenten lasse ich zu, dass andere über mich bestimmen.
– Menschenmengen und öffentliche Orte bereiten mir große Schwierigkeiten.
So erleben viele Menschen das Gefühl der Einsamkeit:
– Ich verstecke mein wahres Ich hinter einer Fassade – niemand sieht, wie es mir wirklich geht.
– Ich fühle mich oft allein und habe das Gefühl, von meiner Familie, meinen Freunden oder Kollegen nicht wirklich unterstützt zu werden.
– In meinen Beziehungen, im Job oder in der Familie erlebe ich immer wieder Ungerechtigkeit.
– Es fällt mir schwer, eine echte Verbindung zu anderen Menschen aufzubauen.
– Ich habe den Eindruck, dass andere mich oft für ihre eigenen Zwecke ausnutzen.
So beschreiben viele Menschen das Gefühl, nicht verstanden zu werden:
– Ich ziehe immer wieder die falschen Menschen in mein Leben.
– Ich stecke oft in Konflikten fest und weiß nicht, wie ich sie lösen kann.
– Meine eigenen Bedürfnisse bleiben auf der Strecke, weil ich mich immer zurücknehme.
So empfinden viele Menschen, wenn sie sich kraftlos fühlen:
– An manchen Tagen schaffe ich es kaum aus dem Bett – am liebsten würde ich mich zurückziehen und verstecken.
– Es fällt mir schwer, mich für etwas zu begeistern.
– Ich spüre eine ständige Last auf meinen Schultern.
– Mein Körper und Geist stehen unter Dauerspannung – richtig abschalten kann ich nie.
– Für das, was mir wirklich wichtig ist, fehlt mir die Zeit oder Energie.
– Innerlich fühle ich mich leer und ausgebrannt.
Was bedeutet …?
Was bedeutet „Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision“?
„In Ausbildung unter Supervision“ bedeutet, dass sich der/die Therapeut*in im letzten Abschnitt der Ausbildung befindet, jedoch bereits zur Ausübung von Psychotherapie durch das Gesundheitsministerium berechtigt ist.
Die psychotherapeutische Ausbildung gliedert sich in drei Abschnitte: Im psychotherapeutischen Propädeutikum werden die theoretischen Grundlagen vermittelt. Im anschließenden Fachspezifikum erfolgt die Vertiefung einer spezifischen Therapiemethode, ergänzt durch die Absolvierung der vorgeschriebenen Praktika. Nach erfolgreichem Abschluss eines Screenings erlangt man den Status „in Ausbildung unter Supervision“, der zur eigenständigen Durchführung psychotherapeutischer Sitzungen berechtigt.
Als Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision verfüge ich über die erforderliche Qualifikation und Kompetenz zur Durchführung von Therapiesitzungen. Diese Sitzungen werden regelmäßig in anonymisierter Form von erfahrenen Lehrpsychotherapeut*innen supervidiert und reflektiert. Die dabei besprochenen Inhalte unterliegen der gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht. Es zählt zu den professionellen Pflichten, die psychotherapeutische Arbeit im Sinne der Qualitätssicherung von Lehrpsychotherapeut*innen supervisorisch begleiten zu lassen.
Eine Kassen(teil-)refundierung ist als Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision nicht möglich.
Was ist der Unterschied zwischen Psychotherapeut*in, Psycholog*in, Psychiater*in?
Psychotherapeut*in: Psychotherapeut*innen helfen Menschen, die seelische Probleme oder psychische Erkrankungen haben. Sie arbeiten mit Gesprächen und verschiedenen Methoden, um zu unterstützen. Psychotherapeut*innen können unterschiedliche Grundberufe haben und durch eine zusätzliche Ausbildung Psychotherapeut*in werden. Diese Ausbildung ist sehr intensiv und dauert meist 6-8 Jahre.
Psycholog*in: Psycholog*innen haben Psychologie studiert, also gelernt, wie Menschen denken, fühlen und sich verhalten. Sie dürfen jedoch keine Medikamente verschreiben und sind nicht automatisch auch Therapeut*in.
Psychiater*in: Psychiater*innen sind Ärzte, die Medizin studiert haben und sich danach auf psychische Krankheiten spezialisiert haben. Im Gegensatz zu Psycholog*innen und Psychotherapeut*innen, können Psychiater*innen Medikamente verschreiben, zum Beispiel bei Depressionen oder Angststörungen.
Zusammengefasst:
Psychiater*innen sind Ärzte und können auch Medikamente geben.
Psycholog*innen kennen sich mit der Psyche aus, behandeln aber nicht unbedingt.
Psychotherapeut*innen helfen mit Gesprächen und Methoden bei Problemen.
Zu den Rahmenbedingungen…
Wird die Psychotherapie auch von der Krankenkasse bezahlt?
Kassenplätze können im Status „in Ausbildung unter Supervision“ nicht angeboten werden.
Wieviel kostet eine Therapiestunde?
Erstgespräche: 50 Minuten zu 80€
Einzeltherapie: 50 Minuten zu 80€
Wie lange dauert eine Therapiestunde?
Eine Therapiestunde dauert 50 Minuten. Das sind etwa 45 Minuten Gesprächszeit und fünf Minuten für Terminvereinbarungen und Organisatorisches.
Absageregelung
Ein vereinbarter Termin ist eine für Sie reservierte Zeiteinheit. Falls Sie verhindert sind, bitte ich Sie, spätestens 48 Stunden im Voraus abzusagen. Andernfalls muss die Einheit verrechnet werden. Bei verspätetem Erscheinen verkürzt sich Ihre vereinbarte Therapiezeit entsprechend, das vereinbarte Honorar bleibt jedoch unverändert.
Verschwiegenheitspflicht und Dokumentation
Jedes Psychotherapiegespräch unterliegt der strengen gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht (§ 15 Psychotherapiegesetz, BGBl. Nr. 361/1990) – keinerlei Inhalte und Geheimnisse dürfen ohne Ihre Zustimmung nach außen mitgeteilt werden.
Psychotherapeut*innen haben über jede gesetzte psychotherapeutische Maßnahme (Vorgeschichte, Beginn der Psychotherapie etc.) Aufzeichnungen zu führen (§ 16a Psychotherapiegesetz, BGBl. Nr. 361/1990).
Weitere Informationen zu den Rahmenbedingungen finden Sie hier.